Alexej Borutscheff: Faust und Gretchen vor dem Gabelmann-Brunnen und Sankt Martin in Bamberg. Zeichnung, 1961/1970. Staatsbibliothek Bamberg, Msc.Add.1025(B 6,1-7, Bl. 40. Foto: Gerald Raab

Kunstsnack in der Mittagspause

Mittwoch, 17. Juni 2026, 12:30 Uhr, Staatsbibliothek Bamberg

"Alexej Borutscheff und die Literatur" mit Prof. Dr. Bettina Wagner

Am Mittwoch, dem 17. Juni führt der „Kunstsnack“, die beliebte Kurzführungsreihe der Dombergmuseen, in die aktuelle Sonderausstellung „Vergessene Kunst in Bamberg. Alexej Borutscheff (1911-1994)“ der Staatsbibliothek Bamberg.
In kompakten 30 Minuten beleuchtet Prof. Dr. Bettina Wagner die enge Verbindung des deutsch-russischen Künstlers Alexej Borutscheffs zur Literatur, die sich in seinem künstlerischen Schaffen widerspiegelt. So schuf er zahlreiche Illustrationen zu bedeutenden literarischen Werken. Besonders hervorzuheben sind seine 176 Illustrationen zu Goethes „Faust“ und Werke zu E. T. A. Hoffmann. Andere Werke der Weltliteratur schrieb Borutscheff von Hand ab und illustrierte vor allem solche Texte, die große menschliche Themen behandeln: Aesops „Fabeln“, Aristophanes’ „Lysistrate“, Erasmus’ von Rotterdam „Lob der Narrheit“, Shakespeares „Macbeth“, Swifts „Gullivers Reisen“, Brechts Gedichte. Die Werke russischer Autoren, wie Tolstois „Leinwandmesser“ und Solschenizyns „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“, schätzte er besonders.

Alexej Archipowitsch Borutscheff wurde 1911 in Roslawl im Westen Russlands geboren. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er 1941 in deutsche Kriegsgefangenschaft, 1945 kam er nach Bamberg. Hier lebte und wirkte er bis zu seinem Tod 1994. Als freischaffender Künstler war Borutscheff eine der imposantesten und farbigsten Erscheinungen der Bamberger Kunstszene. Die Staatsbibliothek Bamberg bewahrt sein Werk und gibt in ihrer aktuellen Ausstellung erstmals einen umfassenden Einblick in Borutscheffs Schaffen.

Der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom lädt alle Interessierten zu dieser halbstündigen Kurzführung ein. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.Treffpunkt ist im Eingangsbereich der Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz, Domplatz 8, Bamberg.

 

Anfahrt / Zugang

Der Domplatz in Bamberg ist Fußgängerzone. Sie erreichen die Museen aus der Innenstadt zu Fuß über das Fußgängerleitsystem oder mit der Buslinie 910, Haltestelle Domplatz. Bitte beachten Sie: 26.5. - 19.7. | Straßensanierung Torschuster. Die Linie 910 wird großräumig umgeleitet und in zwei Linienäste aufgeteilt, den Sonderfahrplan können Sie auf folgender Seite herunterladen: https://www.stadtwerke-bamberg.de/nachricht/linie-910-265-197-strassensanierung-torschuster 

PKW

Der Domplatz ist kein Parkplatz. Das Parken am Dom ist nur zur Messe an Sonn- und Feiertagen von 7 – 13 Uhr und mit einem Abstand von 5m zu den Gebäuden gestattet. Wir bitten Sie, die nahegelegenen Parkhäuser („City Altstadt“ Geyerswörth, „Zentrum Süd“ Schützenstraße, „Zentrum Nord“ Georgendamm) zu nutzen.

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Reisebusse

Für Reisebusse ist das Befahren des Domplatzes nicht gestattet.

Ausnahme: Voraussetzung für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum Befahren des gesperrten Domplatzes ist, dass ein Parkausweis für Behinderte eines Fahrgastes (nach § 46 StVO) bei Fahrtantritt gut sichtbar an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges anzubringen ist.

Der Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum Befahren des für Omnibusse gesperrten Domplatzes in Bamberg ist bei der Verkehrsbehörde der Stadt Bamberg zu stellen.