Historisches Museum Bamberg

Das Historische Museum Bamberg in der Alten Hofhaltung am Domplatz beherbergt eine große Zahl an Kostbarkeiten. Seine umfangreiche Sammlung dokumentiert die Kultur und Geschichte der Weltkulturerbestadt von der Vorgeschichte bis ins 21. Jahrhundert.

Neben der Gemäldegalerie "100 Meisterwerke │  Von Lucas Cranach über Pieter Breughel zu Otto Modersohn" zeigt das Museum die große Ausstellung "Im Fluss der Geschichte │ Bambergs Lebensader Regnitz", die sich mit der Fluss- und Stadtgeschichte Bambergs auseinandersetzt - unverzichtbar für alle, die das Weltkulturerbe Bamberg näher kennen lernen möchten.

Die Ausstellung "Jüdisches in Bamberg"  macht die Geschichte der Bamberger Juden sichtbar. Dabei bringt ein neuer Blick auf die Stadtgeschichte Vergessenes in Erinnerung und macht scheinbar längst Bekanntes neu erfahrbar. Was gehörte früher zum jüdischen Leben in Bamberg, wie sieht es heute aus? 

„Zeit und Raum“ präsentiert erstaunlich genaue Beobachtungs- und Vermessungsinstrumente, Modelle der jeweils vorherrschenden Weltbilder sowie Sonnen- und mechanische Uhren aus der Zeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert.

 

Vom 15. Mai - 9. Oktober 2022 zeigt das Historische Museum die Sonderausstellung "Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?"

"Holz macht Sachen" ist nicht einfach nur eine Wanderausstellung, sondern vielmehr ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zum Thema Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, das die Verbindung zwischen Mensch und Natur, insbesondere zwischen der Menschheit und dem Rohstoff Holz, in den Fokus stellt. Ziel des Projektes ist es, Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln und das Umweltbewusstsein der Menschen zu stärken.

Das Historische Museum Bamberg, Haupthaus der Museen der Stadt Bamberg, ist prädestiniert dafür, diese Ausstellung zu zeigen, nicht nur wegen der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlung, die vielerlei Holzobjekte beherbergt, sondern weil es auch einen Ausstellungsraum zu bieten hat, der zum Thema Holz wie geschaffen ist: Der Marstall der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz Bamberg hat hölzerne Decken und Pferdeboxen. Zudem hat die Stadt Bamberg eigene bewirtschaftete Wälder. Ihre Förster und Waldarbeiter sind auch am vielfältige Rahmenprogramm zur Ausstellung beteiligt. 

Denn das von Adrian Siedentopf initiierte Projekt umfasst neben der Wanderausstellung verschiedene kulturelle Bildungsangebote zum Thema Holz. Das inhaltliche Spektrum reicht dabei von der Bedeutung der Bäume für die Umwelt über die Holzgewinnung bis zu den vielfältigen Arten der Weiterverarbeitung des Holzes. Die Besucher sollen dazu angeregt werden, den Baum als Lebewesen, den Wald als Lebensraum und sich selbst als Teil dieser Lebenswelt zu sehen.

„Holz macht Sachen!“ nähert sich dem Thema nicht nur von der kulturhistorischen Seite, sondern aus möglichst vielen verschiedenen Blickwinkeln. Viele interaktive Stationen laden zum Mitmachen, kreativ werden und Nachdenken ein. Dabei ist das Maskottchen der Ausstellung, der kleine Vinzenz, behilflich. Er bewohnt ein Häuschen inmitten der Exponate und ist als kleinster Botschafter von „Holz macht Sachen!“ in den sozialen Medien unterwegs und erzählt Geschichten rund um die Objekte sowie zum Thema Holz.

Das Besondere an der Ausstellung? Sie wandert nicht nur von Ort zu Ort, sondern wächst auch – wie ein Baum - immer weiter, indem laufend neue Exponate hinzukommen. Diese stammen von mehr als 50 Partnern aus den unterschiedlichsten Bereichen: Egal ob als Museum, Institution aus Forschung und Lehre, Stiftung, Einrichtung mit technischen Innovationen oder als Teil der allgemeinen Bevölkerung – jeder ist eingeladen, an dem Projekt teilzunehmen und die Ausstellungen zu besuchen. Zusätzlich zur Ausstellung ist in Bamberg ein vielfältiges Begleitprogramm geplant.
Mehr Infos zum Projekt gibt es auf https://www.holzmachtsachen.org/.

 

25. Juni - 6. November 2022

"Märchenhafte Verwandlungen - Das Apfelweibla im Werk von E.T.A. Hoffmann"

Kabinettausstellung im Historischen Museum Bamberg

Ab dem 25. Juni 2022 – Hoffmanns 200. Todestag – können sich Besucherinnen und Besucher des Historischen Museums Bamberg besonders freuen: Das originale Apfelweibla ist wieder da!

Am 25. Juni 2022 jährt sich der Todestag E.T.A. Hoffmanns zum 200. Mal. Für die Kultur-Stadt Bamberg ein wichtiges Datum, verbrachte der multiversierte Künstler doch 5 Jahre seines Lebens hier vor Ort. Diese Jahre prägten sein Schaffen weit über diese Zeit hinaus. Grund genug im Jahr 2022 in vielfältiger Weise dem Komponisten, Autor, Illustrator und Juristen zu gedenken, seine Kunst zu erleben und sich in Bezug zu seinem Werk zu setzen. Unter dem Titel „Unheimlich Fantastisch“ finden in diesem Jubiläumsjahr zahlreiche Veranstaltungen in den verschiedensten Kunstsparten statt, genauso facettenreich und spartenübergreifend wie der Jubilar einst arbeitete.

So präsentiert das Historischen Museum Bamberg ab dem 25. Juni wieder den originalen Türknauf des „Apfelweiblas“. Dieser außergewöhnliche Türknauf, der sich ursprünglich am Eingangstor des Hauses Eisgrube 14 in der Bamberger Altstadt befand, hat E.T.A. Hoffmann in seinen Bamberger Jahren (1808 – 1813) sehr beeindruckt. So sehr, dass er in das Märchen „Der goldne Topf“ eingeflossen ist: In der Phantasie des Studenten Anselmus verschmilzt die Fratze des Türknaufs mit dem Gesicht einer hexenhaften Marktfrau, der er einen Apfelkorb umgestoßen hatte.

Weitere Kunstwerke von Hoffmann selbst und von anderen Künstlern, die von der Person und dem Werk Hoffmanns begeistert waren, runden die Kabinettausstellung ab. Bilder, Texte und Audio ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern in die unheimlich fantastische Welt von E.T.A. Hoffmann einzutauchen und märchenhafte Verwandlungen zu entdecken.

 

bis 6. November 2022

"Eine Hassliebe? Fritz Bayerlein und Bamberg"

Sammlungsintervention und Präsentation in der Gemäldegalerie "100 Meisterwerke"

Wegen seiner idyllischen Bamberger und sonstiger Landschaftsmotive im Stil des späten 19. Jahrhunderts ist der Künstler bei vielen durchaus beliebt. Doch seit Anfang der 1990er Jahre wird in der Presse und im Stadtrat immer wieder heiß über die Gemälde und die Person Fritz Bayerlein, ein bekennendes NSDAP-Mitglied, diskutiert.

Anlass für diese Auseinandersetzung sind die Landschaftsbilder von 1937 im Großen Sitzungssaal des Bamberger Rathauses Maxplatz. Die 3m x 2m messenden großflächigen Gemälde wurden vom damaligen Bamberger Stadtrat in Auftrag gegeben und der Stadt von Fritz Bayerlein zum Selbstkostenpreis von ca. 2.000 RM überlassen. Sie zeigen Bamberg von der West- und Ostseite. Die Stadtverwaltung gab 1944 ein weiteres Gemälde bei Bayerlein mit dem Titel Arbeit, Heimat, Familienglück und Fruchtbarkeit für den Trauungssaal in Auftrag und bezahlte dafür 10.000 RM. 2020 entschied der Stadtrat mit einer Mehrheit von 27 Stimmen, dass die Bilder abgehängt werden sollen. Sie befinden sich heute in den Depots der Museen der Stadt Bamberg.

Die Diskussion um Fritz Bayerlein und seine Kunst setzt sich dennoch stetig fort. Die Umbenennung des Fritz-Bayerlein-Weges in Bamberg wird erwogen. Es stellen sich Fragen wie: Handelt es sich bei Bayerleins Gemälden um „Nazi-Kunst“? Kann man die Kunst von der Persönlichkeit eines Künstlers trennen? Wie sollen wir mit seinem Nachlass umgehen? Um sich den Antworten annähern zu können, bedarf es einer genaueren Betrachtung der Person Bayerlein.

Das Historische Museum Bamberg bietet die Möglichkeit, sich in einer kleinen Präsentation in der Galerie 100 Meisterwerke über sein Leben und seine Kunst zu informieren. Im Fokus der Sammlungsintervention stehen die Entwürfe Fritz Bayerleins zu Auftragsarbeiten aus der Zeit des Nationalsozialismus, die sich im Nachlass befinden. Die Präsentation kann eine intensive wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas nicht ersetzen. Die Museen möchten einen Denkanstoß geben, indem sie bisher bekannte Informationen, angereichert durch neue Rechercheergebnisse, zur Verfügung stellen und für ein allgemeines Publikum aufbereiten. Zudem haben die Besucherinnen und Besucher im Museum die Möglichkeit, eigene Diskussionsbeiträge zu hinterlassen. Außerdem kann die Präsentation als Reader im Museumsshop erworben werden.

 

An einer Umfrage zu diesem Thema können Sie sich hier (einmalig und anonym) beteiligen. Die Ergebnisse sind hier einsehbar.

 

 

Termine und Infos zu öffentlichen Führungen und Veranstaltungen finden Sie auf 

https://museum.bamberg.de/allgemeine-informationen/fuehrungen-und-termine/

 

Öffnungszeiten
Di - So  und feiertags  10-17 Uhr

Eintritt

Erwachsene: 7 € | ermäßigt: 6 € |
Studierende: 3 €
Kinder unter 6 Jahren frei | Jugendliche/Schüler bis 18 Jahre: 1 € | Familien: 14 € |
Schwerbehinderte GdB 50 (bei Schwerbehinderten mit dem Eintrag „B" Begleitperson frei) 3 € 
Gruppe pro Person (ab 10 P.): 6 €
Freier Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher an jedem ersten Sonntag im Monat sowie für angemeldete Schulklassen jeden Dienstag im Monat.

 

(c) Museen der Stadt Bamberg