Historisches Museum Bamberg

Direkt neben dem berühmten Bamberger Dom zeigt das Historische Museum in der Alten Hofhaltung die kostbaren Sammlungen der Welterbestadt. 2026 wird diese malerische Kulisse selbst zum Gegenstand der Sonderausstellung "Mauern der Macht. Die Alte Hofhaltung Bamberg".

Apostelabschied, Umkreis Wolfgang Katzheimer, Mischtechnik auf Holz; nach 1483/vor 1487; Foto: Museen der Stadt Bamberg

Das Historische Museum zeigt, bewahrt, erforscht und vermittelt das kulturelle Erbe der Welterbestadt Bamberg. In unmittelbarer Nähe zum Dom gelegen, präsentiert es bedeutende Zeugnisse der Kunst- und Kulturgeschichte und versteht sich zugleich als Ort des Wissens sowie der kritischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Zum Start in die Ausstellungssaison 2026 wird diese malerische Kulisse selbst zum Gegenstand der Sonderausstellung "Mauern der Macht. Die Alte Hofhaltung Bamberg". Zudem laden kunsthistorisch bedeutende Gemälde in die Abteilung "Bilderspaziergang | Gemälde erzählen Geschichtenein. Mit der Ausstellung"Jüdisches in Bamberg" wird eine wichtige Facette unserer Kultur in den Fokus gerückt. "Eine neue Zeit bricht an | Bambergs Bürgertum zwischen Romantik und Gründerzeit" erzählt vom Engagement der Bamberger Bürgerschaft für das Wohlergehen ihrer Stadt, von neuen Ideen und dem Wandel des Geschmacks in der Kunst.  "Zeit und Raumpräsentiert erstaunlich genaue Beobachtungs- und Vermessungsinstrumente, Modelle der jeweils vorherrschenden Weltbilder sowie Sonnen- und mechanische Uhren aus der Zeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert. Der Historische Verein Bamberg stellt in seiner Studioausstellung"Highlights"seiner umfangreichen Sammlungen aus. Zudem wird zum 250. Geburtstag E.T.A. Hoffmanns eine Präsentation im „E.T.A. Hoffmann-Tanzsaal“gezeigt, die von mehreren Veranstaltungen begleitet wird.

Das Museum ist offen für alle. Ein vielfältiges Vermittlungsangebot ermöglicht insbesondere Kindern und Jugendlichen einen altersgerechten, lebendigen und spannenden Zugang zu künstlerischen und historischen Themen.

 

Bilderspaziergang | Gemälde erzählen Geschichten

"Den Flanierenden leitet die Straße in eine entschwundene Zeit." Mit den Worten von Walter Benjamin laden die Museen der Stadt Bamberg herzlich zu einem Spaziergang durch die neu arrangierte Gemäldegalerie ein. Die Ausstellung zeigt Werke aus den städtischen Sammlungen. Sie erzählen Geschichten, verbergen sie oder regen dazu an, die eigenen Geschichten zu überdenken und neue zu erfinden. Denn Gehen schafft neue Perspektiven.

Herausragende Gemälde vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zeugen von der kundigen Sammelleidenschaft Bamberger Bürger, vor allem im 19. Jahrhundert. Deren Stiftungen bilden noch heute einen wichtigen Bestandteil der Sammlung, die in einem Fachwerkflügel der ehemaligen Hofhaltung Kaiser Heinrich II. gezeigt wird.

Zu den Highlights der Abteilung gehören Bilder aus der Werkstatt von Lucas Cranach sowie bedeutende Werke der fränkischen Tafelmalerei. Werke von Bartholomäus Bruyn d. Ältere und Ridolfo Ghirlandaio stehen stellvertretend für das aufkommende Interesse am individuellen Porträt in der Renaissancezeit. Sie laden zu einem spannenden Vergleich mit Porträts aus dem 17. bis 20. Jahrhundert ein.

Die Niederländer warten mit Pieter Breughel d. J. und typischen Beispielen der Genre-, Stillleben und Marinemalerei auf. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Bamberger Malerfamilie Treu, deren Mitglieder vor allem im 18. sowie frühen 19. Jahrhundert tätig waren. Den zeitlichen Schlusspunkt setzen herausragende Werke des 20. Jahrhunderts, wie beispielsweise des Worpsweder Künstlers Otto Modersohn.

Eine neue Zeit bricht an | Bambergs Bürgertum zwischen Romantik und Gründerzeit

Die Ausstellung erzählt vom Engagement der Bamberger Bürgerschaft für das Wohlergehen ihrer Stadt, von neuen Ideen und dem Wandel des Geschmacks in der Kunst.

Porträts zeigen bedeutende Persönlichkeiten aus dem Bamberger Bürgertum. Von überregionaler Bedeutung sind die Zeugnisse aus dem Schmidt schen Porzellanmalinstitut in Bamberg. Es sind vorwiegend wertvolle Porzellanbilder nach Vorlagen meisterlicher Malerkunst von der Renaissance bis zum 19. Jahrhundert. Möbel, Musikinstrumente, Gefäße, Geräte, Textilien und Schmuck aus der Zeit des Biedermeier runden das Bild ab.
Ein weiterer Raum zur Bürgerkultur des 20. Jahrhunderts widmet sich der Bamberger Familie Deis und der von ihr eingerichteten Museumsstiftung.

Jüdisches in Bamberg

Mit einem modernen Ansatz zeigt die Ausstellung „Jüdisches in Bamberg" Spuren auf, die seit dem Mittelalter die in Franken lebenden Juden hinterlassen haben. Anhand historischer Quellen, Zeitzeugenberichten und zahlreicher Kunst- und Alltagsgegenstände berichtet die Ausstellung von der wechselvollen Geschichte, dem Ende und Neubeginn jüdischen Lebens in Bamberg.

Das über die Jahrhunderte hinweg konfliktreiche Zusammenleben mit der christlichen Mehrheit, Vertreibung und Pogrome sowie der tiefe Einschnitt durch den Nationalsozialismus führten dazu, dass die materielle und geistige Kultur der Bamberger Juden nur fragmentarisch überliefert ist. Die Ausstellung versucht die erhaltenen Spuren sichtbar zu machen und ihre Verknüpfungen in der Geschichte darzustellen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Archäologie und Geschichtsforschung wurden für die Präsentation anschaulich aufbereitet und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Exponate aus allen Lebensbereichen geben einen Einblick in das gesellschaftliche und persönliche Leben der jüdischen Minderheit.

Zeit und Raum | Astronomie und Zeitmessung

Jahrtausende lang haben Astronomen den Himmel beobachtet. Auf- und Untergang der Gestirne, Planeten und Milchstraße, Anordnung und Bewegung der Sterne wurden studiert und vermessen. Mit diesem Wissen konnte unsere Zeiteinteilung vorgenommen werden, Kalender erstellt sowie Orientierung für Reisen geschaffen werden. Doch mit welchen Mitteln konnte der Mensch das leisten?

Die Abteilung "Zeit und Raum" zeigt die erstaunlich genauen Beobachtungs- und Vermessungsinstrumente, Modelle der jeweils vorherrschenden Weltbilder sowie Sonnen- und mechanische Uhren aus der Zeit vom 16. bis ins 18. Jahrhundert.

 

Highlights | Studioausstellung des Historischen Vereins Bamberg

In seiner Studioausstellung im Historischen Museum Bamberg stellt der Historische Verein Bamberg Highlights seiner umfangreichen Sammlungen aus. Regelmäßig sollen immer wieder andere Objekte in den Fokus gerückt werden, um der Vielfalt und Bedeutung des reichen Bestands gerecht zu werden. 

 

Sonderausstellungen 2026

27. März bis 1. November 2026

Mauern der Macht. Die Alte Hofhaltung Bamberg

Als Schauplatz Bamberger Stadtgeschichte steht die Alte Hofhaltung seit über eintausend Jahren auf dem Domberg. Wo sich heute das Historische Museum Bamberg befindet, verweilten einst Kaiser und Kaiserinnen, Bischöfe und Adelige, umgeben von ihrem Hofstaat sowie Handwerkerinnen, Handwerkern und Bediensteten. Ab Ende März 2026 präsentieren die Museen der Stadt Bamberg die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Kaiser- und Bischofspfalz in der Sonderausstellung Mauern der Macht. Die Alte Hofhaltung in Bamberg im Historischen Museum.

Die Ausstellung macht die Bau- und Nutzungsgeschichte dieses historischen Ortes erlebbar. Ob kaiserlicher Aufenthaltsort, Residenz und Verwaltungszentrum der Bamberger Bischöfe oder Quartier bayerischer Soldatenregimenter – jede Funktion und Epoche hat Spuren in den Mauern der Alten Hofhaltung hinterlassen. Sie erzählt vom Alltag in der Pfalz ebenso wie von großen Festen und politischen Ereignissen, die Bamberg geprägt und erschüttert haben. Die Reise geht durch Jahrhunderte voller Ereignisse, mit Hoftagen und Machtkonflikten, Kriegen und zahlreichen Umbauphasen. Thematisiert werden auch Einzelschicksale, die sich in diesen Mauern abgespielt haben wie der Mord an König Philipp von Schwaben und die Hinrichtung des Kanzlers Georg Haan. Auch die jüngere Geschichte wird nicht vergessen, mit einem Blick auf die jüngste Forschung und die Alte Hofhaltung als Kulturort und Tourismusziel.

Präsentiert werden zahlreiche Objekte aus den Sammlungen der Museen der Stadt Bamberg. Kunstwerke zeigen die Bauentwicklung der Alten Hofhaltung, ergänzt durch Medienstationen, 3D-Modelle und historische Fotografien. Archäologische Funde vom Domberg und der Alten Hofhaltung bieten einen Einblick in die Geschichte jenes Ortes, an dem die Geschichte der Stadt begonnen hat.

Ergänzt wird das Angebot durch interaktive Mitmachstationen und Medienstationen. Ein vielseitiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung und ermöglicht einen vertieften Einblick in die Geschichte der Alten Hofhaltung. Führungen durch sonst geschlossene Räume bieten einen seltenen Blick hinter die Kulissen.

Begleitprogramm zur Ausstellung "Mauern der Macht":

16. April, 16 Uhr: Führung mit Kuratorin Auri Tusa

12. Mai, 16 Uhr: Geheime Orte | Führung durch die Alte Hofhaltung

9. Juni, 12.30 Uhr: Kunst Snack mit Kuratorin Auri Tusa

24. Juni, 17 Uhr: Uni im Museum | Vortrag mit Dr. Hildegard Sahler, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

26. Juni, 15 Uhr: Abenteurer Museum | Kinderführung

22. Juli, 17 Uhr: Uni im Museum | Vortrag mit Silke Fischer M.A., Lehrstuhl für Neuere Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte

20. September, 15 Uhr: Abenteurer Museum | Kinderführung

7. Oktober, 16 Uhr: Alte Hofhaltung entdecken | Veranstaltung im Rahmen des Totentanz-Festival 2026

14. Oktober, 17 Uhr: Uni im Museum | Vortrag mit PD Dr. Katharina Schüppel, Lehrstuhl für Kunstgeschichte, insb. für Mittelalterliche Kunstgeschichte

 

29. April bis 1. November 2026

E.T.A. Hoffmann Tanzsaal

250 Jahre „exaltierteste Stimmung“! Im Jubiläumsjahr des Multitalents zeigt der „E.T.A. Hoffmann-Tanzsaal“ im Historischen Museum einzigartige Kunstwerke zur fantastischen Welt Hoffmanns.

Unter dem Motto „Grenzen des Realen“ trifft Pop-Art der 1960er auf Arbeiten von BerganzapreisträgerInnen des Kunstvereins Bamberg oder das berühmte „Apfelweibla“. Eine hoffmanneske Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Live-Musik, Vorträgen, Workshops und Filmvorführung feiert zudem die Vielschichtigkeit des Künstlers zwischen Fantasie und Realität. Aktuelle Infos über das wachsende Veranstaltungsangebot finden Sie auf unserer Homepage und Social Media.

 

6. bis 28. Juni 2026

Gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945 Wanderausstellung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

"Wir brechen das Schweigen um die Verfolgung queerer Menschen durch das NS-Regime." Unter diesem Leitsatz hat der CSD Bamberg e.V. die Wanderausstellung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld nach Bamberg geholt.

Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag standen erstmals die queeren Opfer im Fokus. Die historisch-dokumentarische Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Signal an und macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen in den Jahren 1933 – 1945 nun einem breiten Publikum zugänglich.

Die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 – 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet. Darunter auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung bietet sowohl einen breiten Überblick als auch tiefergehende Einblicke in die Biografien der Menschen sowie aktuelle Forschungsergebnisse.
Weitere Infos zu der Wanderausstellung finden Sie auf der Webseite der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Eröffnung Samstag, 6.6.26  | 11 Uhr

Samstags und sonntags besteht kostenfreier Eintritt über den Seiteneingang hinter der Calderon Bühne (ausgeschildert). Unter der Woche (Di - Fr) können Besucher*innen des Historischen Museums die Ausstellung zum regulären Museumseintritt besichtigen.

 

10. Juli bis 1. November 2026

Feuer · Farbe · Licht | Emaillewelten von Nora Kovats

Die künstlerische Technik des Emaillierens verbindet Glas und Metall: Spezielle Glaspulver werden bei hohen Temperaturen auf Metall gebrannt und schaffen so leuchtende, farbintensive Oberflächen. Als Intervention in der Gemäldegalerie "Bilderspaziergang" präsentiert die Künstlerin Nora Kovats einen imaginären Zaubergarten.

In diesem inneren Bildkosmos verschmelzen emaillierte Miniaturgebilde mit Tusche- und Aquarellzeichnungen zu üppigen „Ökosystemen“, in denen Grenzen verschwimmen: zwischen Tier, Pilz und Pflanze, zwischen Autorenschmuck, Skulptur und Illustration. Aus dem Wechselspiel von technischer Präzision und schöpferischer Intuition wachsen dichte florale Kompositionen, die zugleich naturverbunden und poetisch-erzählerisch wirken – magisch, andersweltlich, farbstark und voller Lebensfreude. Zu sehen sind emaillierte Objekte, zeitgenössische Schmuckstücke, Installationen und Aquarelle. Ihre Werke eröffnen eine verzauberte, botanisch inspirierte Bildwelt – zwischen Naturbeobachtung und Fantasie, Materialforschung und poetischer Erzählung. 

 

 

Öffnungszeiten

Dienstag - Sonntag, feiertags: 11 - 17 Uhr

 

Eintrittspreise

Regulär: 8 €
Domberg-Ticket: 12 € (Sammeleintrittskarte für Historisches Museum, Diözesanmuseum, Staatsgalerie/Neue Residenz; ab Ersteinlösung gültig für 1 Jahr)

Ermäßigungen*

Seniorinnen / Senioren (ab 65 Jahren): 7 €
Gruppen ab 10 Personen: 7 €
Schwerbehinderte (eingetragene Begleitperson frei): 4 €
Studierende: 4 €

Ehrenamtskarte: 4 €

freier Eintritt*
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre
Inhaber der ICOM-Card, Inhaber der BambergCard
Mitglieder des Deutschen Museumsbundes, des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V., des BBK
Journalisten mit Presseausweis
Begleitpersonen von Schwerbehinderten mit dem Eintrag „B“

* ggf. gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises 

 

Adresse

Historisches Museum Bamberg
Alte Hofhaltung
Domplatz 7
96049 Bamberg
Deutschland
Tel +49 (0) 951. 87 1140 | Kasse 
Tel +49 (0) 951.87 1142 | Verwaltung
Fax +49 (0) 951.87 14 64

www.museum.bamberg.de  │ museum(at)stadt.bamberg(dot)de

 

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