Diözesanmuseum Bamberg

Sammlungsschwerpunkte des Museums sind der Bamberger Domschatz, die Kaisergewänder sowie die originale Bauplastik des Bamberger Doms.

Domschatz

Den Grundstock für den Domschatz legten Heinrich II. und Kunigunde mit zahlreichen Stiftungen. Aus Verzeichnissen lassen sich Neuzugänge und Verluste über die Jahrhunderte rekonstruieren. So gehörte das einzig noch erhaltene spätgotische Armreliquiar des hl. Veit genauso zum Domschatz wie die Kopfreliquie des hl. Dionysius. Letztere wurde 1653/64 von den Dominikanerinnen des Bamberger Klosters Heilig Grab gefasst. Ebenso hat sich ein Tragaltar mit Apostelreliefs aus Wahlrosszahn erhalten. Darüber hinaus gehören zum Domschatz sehenswürdige ‚vasa sacra‘. Diese Liturgischen Geräte, die direkt mit der Eucharistie in Berührung kommen, wie z. B. Kelch mit Patene und Löffelchen, Messkännchen, die Monstranz und das Ziborium sind ebenso wie das übrige liturgische Gerät wie z. B.  Reliquiare, Weihrauchfass und -schiffchen sowie Altarkreuz und -leuchter oder die Zimbel, folglich ‚vasa non sacra‘, ausgestellt.

Das bekannteste Stück ist das sog. Domkreuz, das monumentale Gemmenkreuz und Kreuzreliquiar, welches bis heute bei der Fronleichnamsprozession durch die Stadt getragen wird. 

Kaisergewänder und Textilien

Zu den einzigartigen Exponaten gehören die sog. ‚Kaisergewänder‘. Dabei handelt es sich um nicht weniger als sechs Prachtgewänder, die mit den Namen Kaiser Heinrichs II. (* 973, reg. 1002–1024) und seiner Gemahlin Kunigunde (um 980–1033) verbunden werden: Der Sternenmantel Heinrichs II., der Blaue und der Weiße Kunigundenmantel, der Reitermantel, die Tunika und das Rationale.

Dieser einmalige Bestand an bestickten Seidengewändern aus dem ersten Viertel des 11. Jahrhunderts bildet zusammen mit dem Ornat von Papst Clemens II (vor 1047), entnommen aus dem einzigen erhaltenen Papstgrab nördlich der Alpen, und dem Gunthertuch (um 975), einer der größten erhaltenen byzantinischen Seidenwirkereien, den Grundstein für eine Textilsammlung mit Weltruhm. 

Kreuzgang

Im spätgotischen Domkreuzgang werden Steinskulpturen aus der Zeit der Hochgotik bis zum Spätmittelalter präsentiert.

Die originalen Skulpturen von der Adamspforte und vom Fürstenportal des Bamberger Doms gehören dabei zu den bedeutendsten Exponaten. Beide Portale sind wohl Werke der aus Reims nach Bamberg gekommenen Bildhauer, die um 1220/1230 am Bau des Bamberger Doms tätig waren.

 

 

Öffnungszeiten

10 – 17 Uhr
Sonntag 12 – 17 Uhr
Mittwoch geschlossen


Eintrittspreise

Erwachsene: 7 €
ermäßigt: 5 €
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr in Begleitung oder im Klassenverband: frei

Domberg-Ticket: 12 € (Sammeleintrittskarte für Historisches Museum, Diözesanmuseum, Staatsgalerie/Neue Residenz; ab Ersteinlösung gültig für 1 Jahr)
Jahreskarte (ein Jahr ab Ausstellungsdatum gültig): 30 €

ermäßigt sind:
Gruppen ab 10 Personen, Schwerbehinderte**, Erwerbslose, Studierende

freien Eintritt haben:
Studierende der Fachrichtung Kunstgeschichte und Theologie;
SozCard;
ICOM, ICOMOS, VDR, Mitglieder des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V.;
Gästeführer.

* ggf. gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises
** die Begleitperson freien Eintritt, sofern im Schwerbehindertenausweis die Notwendigkeit einer Begleitperson eingetragen ist

 

 

Adresse

Diözesanmuseum im Kapitelhaus
Domplatz 5
96049 Bamberg
Tel. 0951. 502-2502
dioezesanmuseum@erzbistum-bamberg.de
www.dioezesanmuseum-bamberg.de

 

Öffentliche Führungen

„Dom. Schatz. Kreuzgang“
Dom, Domschatz und Kreuzgang bieten sowohl herausragende kulturhistorische als auch bewegende religiöse Erlebnisse. In 90 Minuten erleben Besucherinnen und Besucher Highlights der europäischen Kunstgeschichte.
Wann: Mo - Sa 10:30 und 14:00 Uhr, So 14:00 Uhr; Dauer: 90 Minuten; Preis: regulär 12 € | ermäßigt 9 €, mit BambergCard oder Dombergticket 7 €, Kinder bis 18 Jahre frei
Tickets: Mo, Di und Do – So: Kasse Diözesanmuseum, Mi: direkt beim Guide. Treffpunkt: Mo, Di und Do - So im Foyer Diözesanmuseum, Mi: vor der Adamspforte (linkes Domportal)

„Dom. Stadt“
Am Samstagvormittag den Dom und die Altstadt von Bamberg erkunden – ein einzigartiger Einstieg in die Geschichte der Stadt mit ihren Kunstschätzen und architektonisch herausragenden Gebäuden. Wann: 1. April bis 31. Oktober, samstags um 9.30; Dauer: 120 Minuten; Preis: 15 €, Kinder in Begleitung bis 18 Jahre frei


Weitere Informationen sowie Buchung von Gruppen-, Schul- und Spezialführungen unter domus(at)erzbistum-bamberg(dot)de

 

 

Angebote der VHS Bamberg im Diözesanmuseum und im Dom St. Peter und St. Georg

 

Anmeldung für alle Angebote ab Mittwoch, 7. Februar möglich:

- über www.vhs-bamberg.de

- telefonisch unter 0951 87-1108

- per Mail an info(at)vhs-bamberg(dot)de

- oder schriftlich/persönlich vor Ort: Tränkgasse 4, 96052 Bamberg

 

Kurs Nr. 8301, Dienstag, 19. März, 15 - 16 Uhr:  "Kreuze. 1000 Jahre nach Heinrich II. - Begegnung von Edelstein und Kettensäge" mit Carola Marie Schmidt

Gebühr: 10 € inkl. Eintritt

Das Erzbistum Bamberg erinnert 2024 an den 1000. Todestag seines Bistumsgründers Heinrich II. - Kaiser, Heiliger und Stifter.
Das Diözesanmuseum nimmt dies zum Anlass, eine Begegnung von Mittelalter und Moderne zu inszenieren: So treffen das edelsteinbesetzte Fritzlarer Heinrichskreuz und der prachtvoll gefasste Bamberger Heilige Nagel auf zeitgenössische Kreuze.
Das Kreuz in all seinen Bedeutungsdimensionen beschäftigt zahlreiche Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit, darunter Egon Kalinowski, Arnulf Rainer, Sonja Toepfer, Erwin Wortelkamp und viele weitere. In der Ausstellung sind insbesondere auch Kreuze der regional tätigen Künstler Rudolf Ackermann und Albert Ultsch zu sehen.
Im „Kreuzfeuer“ dieser ebenso glänzenden wie unerwarteten Begegnungen wird auch die Frage nach der Bedeutung und dem Umgang mit Kreuzen heute aufgeworfen.

 

Kurs Nr. 8303, Dienstag, 23. April, 17 - 17:45 Uhr:  "Das romanische Elfenbeinkruzifix - seine Funktionen und Standorte" mit Dr. Ludmila Kvapilová-Klüsener

Gebühr: 10 € inkl. Eintritt

Das Elfenbeinkruzifix aus dem Bamberger Dom gilt als das größte aus diesem Material gearbeitete Kruzifix der Romanik. Obwohl erst um 1130 entstanden, wurde es als Stiftung Kaiser Heinrichs II. verehrt. Als Reliquiar, Altar- und Gnadenbild oder vielleicht sogar als Triumphkreuz erfreute es sich einer hohen Verehrung durch die Gläubigen und Pilger. Neben den überlieferten Quellen und graphischen Darstellungen geben die sichtbaren Beschädigungen wie auch ein Blick ins Innere der Skulptur eine Auskunft über seine Geschichte.
Heute befindet sich das Kruzifix im Diözesanmuseum.

 

Kurs Nr. 8305, Freitag, 14. Juni, 15 - 17 Uhr:  "ARTbier - Kunst trifft Bier!" mit Dr. Elisabeth Skantze

Gebühr: 15 € inkl. Eintritt sowie Biertasting (4 Biere à 0,1 l)

Das Bamberger Diözesanmuseum beherbergt eine Sammlung von Weltruhm. Weltweit weist Bamberg und sein Umland die höchste Brauereidichte der Welt auf. Die historische Region ist von Kirche und Bierkultur geprägt. Die in der Führung ausgewählten Kunstobjekte veranschaulichen dies. Vier Bierproben zeigen, wie sich unsere Biervielfalt auch an der christlichen Kultur orientiert, und wie man Kultur schmecken kann.

Buchbar ab 18 Jahren.
Anmeldeschluss: 12.06.2024

 

Dom St. Peter und St. Georg

Kurs Nr. 8201, Freitag, 15. März, 15:30 - 17 Uhr:  "Dom. Premium" mit Dr. Elisabeth Skantze

Gebühr: 9 €

Während der Führung besichtigen Sie die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Bamberger Doms: Architekturformen, Malereien, Altäre, Skulpturen und Krypten. Neben der beindruckenden Baugeschichte und Architektur werden Ihnen die Glanzlichter der deutschen Skulpturenwelt vorgestellt: der Lachende Engel, der Bamberg Reiter sowie die Plastiken der Chorschranken. Das von Tilman Riemenschneider geschaffene Kaisergrab veranschaulicht die Lebenswelt um 1500: der Verdacht des Ehebruchs, der gerechte Lohn, Krankheit und Tod sowie die Abwägung der Seelen. Kein Geringerer als Veit Stoß schnitzte den fantastischen Marienaltar: die vollplastischen Skulpturen werden beeindrucken und vom Können des Künstlers überzeugen. Sowohl die Häupterkapelle als auch die beiden Krypten sind Spiegelbilder der Frömmigkeitsgeschichte. Erleben Sie die Portale des Bamberger Doms: das Adamsportal, die Marienpforte sowie das Fürstenportal als Spiegelbild der Menschheitsgeschichte – mit all ihren Fragen, Herausforderungen und Hoffnungen – so aktuell wie vor Hunderten von Jahren.

 

Kurs Nr. 8202, Freitag, 19. April, 15:30 - 17 Uhr:  "Dom.Schatz.Kreuzgang" mit Dr. Elisabeth Skantze

Gebühr: 10 € inkl. Eintritt ins Diözesanmuseum

Dom, Domschatz und Kreuzgang bieten herausragende kulturhistorische als auch bewegende religiöse Erlebnisse. In 90 Minuten erleben Sie Highlights der europäischen Kunstgeschichte. Der Dom wurde durch das heiliggesprochene Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde im frühen 11. Jahrhundert erbaut, brannte mehrmals ab und wurde zwischen 1200 bis 1237 ein zweites Mal errichtet. Die Architektur begeistert in ihrer klaren Formensprache. Der berühmte und namenlose Bamberger Reiter und die Skulpturen des Domes suchen ihresgleichen in Deutschland: die französischen Einflüsse sind unverkennbar! Kein Geringerer als Tilman Riemenschneider fertigte das Kaisergrab, Veit Stoß schnitzte den Marienaltar. Über den gotischen Kreuzgang, der mit hochkarätigen Skulpturen bestückt ist, betreten Sie das Diözesanmuseum. Weltweit bedeutende Textilien wie der aus dem 11. Jahrhundert erhaltene Sternenmantel - ein Meisterwerk der mittelalterlichen Textilkunst, der erhaltene Ornat von Papst Clemens II. sowie das größte erhaltene ottonische Kreuz, sind Höhepunkt des Museums.

 

Kurs Nr. 8206, Dienstag, 16. Juli, 16 - 17 Uhr:  "IM LICHT. Kunstinstallation zum 1000. Todestag Heinrichs II. am Kaisergrab im Bamberger Dom" mit Dr. Birgit Kastner

Gebühr: 9 €

Tausende feinster Fäden spannen sich vom Gewölbe des Bamberger Doms zum Kaisergrab, reflektieren und bündeln das Licht. Mit der transparent-leichten Fadeninstallation gelingt es der Künstlerin Elke Maier, Blicke zu lenken, Punkte im Raum zu akzentuieren und in Verbindung zu bringen. Das Kaisergrab im Bamberger Dom wird damit vom 13. Juli bis Ende September 2024 in ein einzigartiges „auratisches Wechselspiel zwischen Licht, Raum und Materie“ getaucht, die Memoria, das Gedenken an Kaiser Heinrich II. wach gehalten. Die in Österreich lebende Künstlerin Elke Maier (*1965) arbeitet seit dem Jahr 2000 mit faszinierenden Interventionen im sakralen Raum, u.a. Fadeninstallationen im Wiener Stephansdom, in Salzburg, Graz, ebenso wie im Neumünster in Würzburg, in Berlin, Bochum oder Augsburg. Ihre Kunst versteht sich als ebenso schöpferischer wie meditativer Prozess, als Überwindung von Gestalt und Raum. Die Hauptabteilungsleiterin Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg, Dr. Birgit Kastner, erläutert die Entstehung und die Idee dieses besonderen Werks im Bamberger Dom.

 

 

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