Kleine Funde, große Geschichten

Unternehmen Sie eine Zeitreise in den Heinrichsdom der Jahrtausendwende - Bamberger Archäologie und Historischer Verein Bamberg zeigen in der Ausstellung des Historischen Museums ein Modell des Innenraums!

Das Herzstück der Ausstellung entsteht in Teamarbeit um Cornelia Lohwasser: Der Modellbau wird die prächtige Ausgestaltung des Heinrichsdoms um die Jahrtausendwende zeigen. Quelle: Stephanie Fröba/Universität Bamberg

Ein Reichtum an Farben, Ornamenten, prächtigen Malereien und verzierten Fußböden, getaucht in ein architektonisch bewusst gelenktes Sonnenlicht: Dieser Eindruck, so belegen es Augenzeugen und Ausgrabungen, erwartete die Kirchgängerinnen und Kirchgänger im 1012 geweihten Heinrichsdom, dem ersten Bau des Bamberger Doms. Rund 80 Jahre später zerstörte ein Brand die wertvoll ausgestaltete Innenausstattung. Ein am Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (AMANZ) der Universität Bamberg entstandener Modellbau ermöglicht nun eine Zeitreise in das einstige Kirchenschiff. Das aufwendig angefertigte und detailreiche Modell im Maßstab 1:33 ist das Highlight der Sonderausstellung „Kleine Funde, Große Geschichten – archäologische Funde aus dem Bamberger Dom“. Sie ist vom 17. Juli bis zum 3. Oktober 2021 im Historischen Museum in der Alten Hofhaltung anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der AMANZ zu sehen.

Das Wissen um den Raumeindruck, den das Modell vermitteln möchte, stammt aus einem aktuellen Forschungsprojekt, das Ausgrabungen des ersten Lehrstuhlinhabers Walter Sage im Bamberger Dom aus den Jahren 1969 bis 1972 auswertet. „Fundamente aller Bauphasen, viele Bestattungen und zahlreiche Kleinfunde, deren Geschichte es teils noch zu enträtseln gilt, wurden damals entdeckt“, erklärt Dr. Cornelia Lohwasser, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der AMANZ. „Die Funde stammen teilweise von der Innenausstattung des ersten Doms. So konnten wir dessen grundsätzliche Boden- und Wandgestaltung gut rekonstruieren.“ Das Modell selbst entwarfen und bauten die Studierenden Judith Klesinski, Alexander Pelz und Lukas Amberg mit großer Detailtreue und Unterstützung von Cornelia Lohwasser. Das Ergebnis ihres Engagements und Herzstück der Ausstellung wird umringt von vielen weiteren Domfunden wie Architektur- oder Malereifragmente, die das Historische Museum und der Historische Verein Bamberg verwahren.

 

Die Ausstellung entstand in Kooperation des Historischen Vereins Bamberg e.V. mit dem Lehrstuhl AMANZ sowie den Museen der Stadt Bamberg und mit Unterstützung des Erzbistums Bamberg und der Oberfrankenstiftung.

Öffnungszeiten

Ausstellung "Kleine Funde, große Geschichten" bis 3. Oktober:

Di - So  und feiertags  10 - 17 Uhr

Bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 ist der Besuch des Historischen Museums nur für vollständig geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen möglich (3G-Regel); bitte legen Sie unaufgefordert entsprechende offizielle Nachweise vor. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Alle Informationen zur Ausstellung gibt es unter: https://museum.bamberg.de/ausstellungen/vorschau

 

Weiteres zum Forschungsprojekt hinter der Ausstellung findet sich unter: www.uni-bamberg.de/amanz/forschung/laufende-forschungsprojekte

 

Kontakt für inhaltliche Rückfragen:
Dr. Cornelia Lohwasser
Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit
Tel. 0951/863-2959
cornelia.lohwasser(at)uni-bamberg(dot)de