Der gute Stern oder Wie Herzog Max in Bamberg die Zither entdeckte

12. April - 3. November 2019, Historisches Museum

Die Ausstellung im Historischen Museum spannt den Bogen von der Entwicklung der Zither zum abenteuerreichen Leben des komponierenden, dichtenden und musizierenden Herzog Max in Bayern.

Von Musikgelehrten lange als „Bauern- und Lumpeninstrument“ verschmäht, wurde die Zither im 19. Jahrhundert das bevorzugte Instrument des Bürgertums.

Zu verdanken ist das Herzog Max in Bayern (1808-1888). Als dieser im Jahre 1837 in seiner Geburtsstadt Bamberg den Wiener Zithervirtuosen Johann Petzmayer hörte, begann eine lebenslange Passion. Er holte ihn als Hofmusiker nach München und machte ihn zu seinem Lehrmeister. Auch seine Tochter Sisi, spätere Kaiserin von Österreich, erlernte bei Petzmayer das Zitherspiel.  

Ausgewählte Exponate und Musikstücke zeigen die Anfänge des Instruments mit Monochord und Scheitholt über die Kratzzither bis hin zur modernen Konzertzither. Ihre kulturelle Bedeutung in Bayern, Europa und der ganzen Welt wird anhand verschiedener Themenschwerpunkte aufgezeigt. Illustrierte Notenbücher und Graphiken aus dem 19. Jahrhundert verdeutlichen, dass die bis heute lebendige Alpenfolklore, die der Zither anhaftet, mit dem Wirken von Herzog Max eng in Verbindung steht. Ungewöhnliche Exponate aus der ethnographischen Sammlung der Museen der Stadt Bamberg demonstrieren die unglaubliche Klang- und Formenvielfalt der Zither weltweit. Die spezielle Rolle der Volksmusik in Deutschland bei der nationalen Identitätsbildung wird am Beispiel der Zither gezeigt. Auch von den Auswanderern, die die Zither mit in ihre neue Heimat brachten und vom Missbrauch der Zithermusik im Nationalsozialismus zur Gleichschaltung der Gesellschaft wird die Rede sein.

Öffnungszeiten:

Di - So  und feiertags  10 - 17 Uhr

Sonntag, 15. September 2019, 11 Uhr
Gerhard Wunderlich und die Wildenberg Saitenmusik

Auf Zither, Hackbrett und Gitarre spielt die Wildenberg Saitenmusik (Gerhard Wunderlich, Edith Dumler, Gerhard Rettenmeier, Helmut Reichel) alpenländische Volksmusik.
Eintritt: 12 € (erm. 10 €)

Sonntag, 29. September 2019, 11 Uhr
Junge Zitherspieler - vorgestellt von Petra Hamberger

Unter dem Titel „Klingendes Museum" spielen jugendliche Zitherspieler in verschiedenen Gruppen und Besetzungen an verschiedenen Orten im Museum und der Ausstellung.
Eintritt: 12 € (erm. 10 €)

Sonntag, 13. Oktober 2019, 11 Uhr
Frank Bluhm Quartett „Swing-Time"

Das Frank Bluhm Quartett ist über die Grenzen Frankens bekannt für seine Interpretationen verschiedener Jazz-Standards u. a. von George Gershwin, Frank Churchill, Glenn Miller, Duke Ellington und Django Reinhardt.
Eintritt: 12 € (erm. 10 €)

Sonntag, 20. Oktober 2019, 11 Uhr
Zithervirtuose Steffen Hempel

Der Musiker aus Thüringen hat sich auf Balladen der Pop-Rock-Musik spezialisiert.
Eintritt: 12 € (erm. 10 €)

Samstag, 26. Oktober 2019, ab 13 Uhr
Schnupperkurs und Konzert mit Ruth Vogelbacher

Eintritt: 12 € (erm. 10 €) | nur Konzertbesuch 10 € (erm. 8 €) Anmeldung unter museum@stadt.bamberg.de

Alle Preise inklusive Ausstellungsbesuch. Vorverkauf ab 25.8.2019 an den Museumskassen im Alten Rathaus und im Historischen Museum Bamberg.
 

Eintrittspreise:

Erwachsene 7,- €
ermäßigt: 6,- €  (Senioren über 65 Jahre bzw. nach Vorlage eines gült. Rentenausweises, Gruppenteilnehmer ab 10 Personen)
Jugendliche/Schüler bis 18 Jahre: 1,- €
Familien: 14,- €, Kinder unter 6 Jahren frei
An jedem ersten Sonntag im Monat haben alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sowie zwei erwachsene Begleitpersonen freien Eintritt. 
Studierende: 3,- €
Schwerbehinderte ab 50 % 
(bei Schwerbehinderten mit dem Eintrag „B" Begleitperson frei): 3,- €
Domberg-Ticket: 12,- € (Sammeleintrittskarte für Historisches Museum, Diözesanmuseum, Staatsgalerie/Neue Residenz; für 1 Erwachsener plus max. 3 Kinder, gültig für 1 Jahr)