Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler am 18. Februar 2026: "Identitätsbilder in Kunst und Kirche. Wer bin ich - wer sind wir?" - Ein Gespräch mit Prof. Syowia Kyambi
Wie lassen sich persönliche und kollektive Erinnerungen künstlerisch sichtbar machen? Die kenianisch-deutsche Künstlerin Syowia Kyambi, Spitzenprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, erforscht in ihren Installationen und Performances, wie Geschichte in Körpern, Materialien und Räumen weiterwirkt. Im Gespräch mit dem Bamberger Erzbischof Herwig Gössl geht es um Identität, Verantwortung und die Frage, wie Kunst helfen kann, sich mit kulturellem Erbe und den eigenen historischen Wurzeln auseinanderzusetzen.
Kunst im Zwischen-Raum: Zwischen Kulturen, Identitäten und Glauben Mit einem Vespergottesdienst im Bamberger Dom begeht Erzbischof Herwig Gössl am 18. Februar gemeinsam mit Kunstschaffenden und Kunstinteressierten den traditionellen Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler. Mit der Feier und der Austeilung des Aschekreuzes beginnt im Erzbistum Bamberg die Fastenzeit. Der Aschermittwoch der Künstlerinnen und Künstler versteht sich als Ort der Begegnung und des Dialogs zwischen Kirche und zeitgenössischer Kunst. Gastkünstlerin des diesjährigen Aschermittwochsgesprächs ist die kenianisch-deutsche Künstlerin Syowia Kyambi. Sie ist derzeit Spitzenprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und untersucht in ihren Installationen und Performances, wie Geschichte in Körpern, Materialien, Handlungen, Sprache und Räumen weiterwirkt. Unter dem Thema „Identität und Wandel. Wer bin ich – wer sind wir? Erinnerung und Selbstbilder“ gibt sie in einem Impulsvortrag Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Im Podiumsgespräch mit Erzbischof Herwig Gössl geht es um Fragen von Identität, Verantwortung für das kulturelle Erbe und darum, wie Kunst dazu beitragen kann, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Wo finden wir Zwischenräume, Zwischen-Sprache und Zwischentöne, die verbinden? Wo finden wir Wurzeln und Zukunft? Wie können wir uns verwandeln? Der Aschermittwoch der Künstler ist eine nach 1945 von Paul Claudel in Paris begründete Tradition, die in Deutschland um 1950 von Köln aus ihren Anfang nahm. Die Erzdiözese Bamberg lädt dazu jährlich Kunstschaffende aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Theater, Film, Literatur, Musik und Medien sowie alle Kunstinteressierten zu Gottesdienst, Kunstimpuls, Gesprächen und Fastenimbiss ein. Die Veranstaltung wird von der Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg in Kooperation mit der Caritas-Pirckheimer-Akademie Nürnberg organisiert. „Kunst kann unseren Blick auf die Wirklichkeit und auf uns selbst verändern. Sie kann die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität – als Individuum, als Kirche und als Gesellschaft – vertiefen. Deshalb ist es immer wieder spannend, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zum Dialog mit der Kirche einzuladen“, so Birgit Kastner, Leiterin der Hauptabteilung Kunst und Kultur. Das Diözesanmuseum Bamberg nimmt den Aschermittwoch zum Anlass, in der Fastenzeit und bis nach Ostern Werke von Syowia Kyambi in einer Einraumausstellung zu präsentieren (19. Februar bis 14. April 2026). Die Gelegenheit zur Vorbesichtigung der Ausstellung besteht am Mittwoch zwischen 14:30 und 16:00 Uhr vor dem Gottesdienst zum Aschermittwoch der Künstler. |
Programmablauf:
Ab 14:30 Uhr: Vorbesichtigung der Ausstellung im Diözesanmuseum Bamberg (Zugang über den Dom).
16 Uhr, Dom St. Peter und St. Georg, Domplatz, Bamberg: Wortgottesdienst mit Aschenkreuzauflegung
- Zelebrant: Erzbischof Herwig Gössl
Musik: Metallophoniker, Blechbläserquartett // Prof. Markus Willinger, Domorganist
17:30 Uhr, Haas-Säle, Obere Sandstraße 7, Bamberg: Identitätsbilder in Kunst und Kirche
- Begrüßung: Dr. Siegfried Grillmeyer
- Einführung: Dr. Birgit Kastner
- Impuls: Prof. Syowia Kyambi (in englischer Sprache)
- Podiumsgespräch (deutsch-englisch) mit Erzbischof Herwig Gössl und Prof. Syowia Kyambi
Moderation: Claudio Ettl
im Anschluss Fastenimbiss in den Haas-Sälen
BITTE BEACHTEN: Anmeldung zum Veranstaltungsteil ab 17:30 Uhr (bis 15.02.2026) erforderlich per E-Mail an kunstundkultur@erzbistum-bamberg.de oder telefonisch unter 0951/502-2501
Veranstalterinnen: Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg, Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg
Mitwirkende
- Erzbischof Herwig Gössl, Bamberg
- Prof. Syowia Kyambi, (geb. 1979 in Nairobi, Kenia) lebt und arbeitet zwischen Nairobi und Deutschland. Ihre interdisziplinären Installationen, Performances und Fotografien untersuchen Erinnerung, Identität und postkoloniale Geschichte. Ihre Arbeiten waren international ausgestellt, u. a. in der Kunsthalle Wien, im Smithsonian Museum und der Venedig-Biennale 2024. Seit 2023 ist sie Spitzenprofessorin an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
Leitung
- Dr. Birgit Kastner, Leiterin der Hauptabteilung Kunst und Kultur des Erzbistums Bamberg
- Dr. Siegfried Grillmeyer, Direktor Akademie CPH
Musik
- Metallophoniker, Blechbläserquartett
- Prof. Markus Willinger, Domorganist
Veranstaltungsorte
Dom St. Peter und St. Georg
Domplatz, 96049 Bamberg (Parkerlaubnis am Domplatz 15.30 – 21:30 Uhr)
Haas-Säle
Obere Sandstr. 7, 96049 Bamberg