Öffentliche Führungen und Veranstaltungen im Juni 2024

Lieber Aperitif-Führung oder Kunstsnack in der Mittagspause? Oder doch beides? Die Kulturinstitutionen auf dem Domberg bieten auch im Juni jede Menge geistige Nahrung - lassen Sie sich überraschen!

 

Kunstsnacks in der Mittagspause

Dienstag, 11. Juni, 12:30 - 13 Uhr, Historisches Museum: „Eine neue Zeit bricht an. Bambergs Bürgertum zwischen Romantik und Gründerzeit" mit Dr. Eva Schurr

Der Beginn des 19. Jahrhunderts bedeutete in Bamberg eine Zeitenwende. Verlusten standen Aufbruchsstimmung und Modernisierung gegenüber. Wie die Bamberger Bürgerschaft neue Chancen ergriff und was es damals Neues gab, erfahren Sie in kompakten 30 Minuten beim Kunstsnack in der Ausstellung zur Bamberger Bürgerkultur des 19. Jahrhunderts im Historischen Museum. Kosten: regulärer Museumseintritt, die Teilnahme an der Führung ist frei. Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich.

 

Mittwoch, 19. Juni, 12:30 - 13 Uhr, Staatsbibliothek: „"„zum freundlichen Angedenken“. Stammbücher und Stammbuchblätter aus der Staatsbibliothek Bamberg" mit Susann Kretschmar M.A. und Dr. Christopher Retsch

Die Tradition, Freunde, Bekanntschaften und Verwandte „zum freundlichen Angedenken“ um einen Eintrag in ein „album amicorum“ zu bitten, reicht bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Neben einem persönlichen Gruß und einem Widmungstext ergänzen oft Miniaturen, Zeichnungen oder ausgeschnittene Druckgraphiken die Einträge in den sogenannten Stammbüchern. Sie waren zunächst in Adels- und Studentenkreisen verbreitet, wurden bald auch im Bürgertum Mode und wandelten sich im 19. Jahrhundert zu Poesiealben. Und noch immer zirkulieren Freundebücher in Kindergärten und Schulen. Kosten: Kostenfrei. Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich.

 

Führungen, Veranstaltungen

 Freitag, 7. Juni, 17 Uhr, Historisches Museum: Öffentliche Highlight-Führung durch die Ausstellungen

Dauer: 60 Minuten Kosten: 4 € zzgl. Museumseintritt. Öffentliche Führung, keine Anmeldung erforderlich.


Samstag, 8. Juni, 12 – 13 Uhr, Staatsbibliothek: Öffentliche Führung „Blick hinter die Kulissen“  

Erfahren Sie auf dem Weg durch die ehemals fürstbischöflichen Räumlichkeiten mehr über die hier untergebrachte Bibliothek, die von ihr gehüteten Schätze, ihre tausendjährige Tradition und ihre heutigen Aufgaben. Kosten: Die Bibliothek gibt kostenfreie Eintrittskarten aus. Sie erhalten die Karten jeweils am Veranstaltungstag selbst ab 9 Uhr bei der Lesesaalaufsicht. Reservierungen sind nicht möglich.


Donnerstag, 13. Juni, 17 Uhr, Historisches Museum: Vortrag „Der Bamberger Landschaftsmaler Fritz Bayerlein“ Prof. Dr. Wolfgang Brassat (Bamberg) 

Fritz Bayerleins Landschaftsgemälde scheinen auf den ersten Blick politisch unverdächtig zu sein. Sie zeigen zumeist Ansichten der Stadt Bamberg, fränkische Landschaften oder Kleinstädte am Main. Doch seit Anfang der 1990er Jahre werden seine Werke in Bamberg kontrovers diskutiert. Denn in der NS-Zeit gelangte der Künstler zu Ruhm und Reichtum, war stets auf der jährlichen "Großen Deutschen Kunstausstellung" präsent und wurde in die Liste der „Gottbegnadeten“ aufgenommen. Seine Werke der 30er und 40er Jahre waren Musterbeispiele für die so genannte „artgerechte“ Kunst. Der Vortrag profiliert Bayerlein als Akteur der NS-Diktatur, der nur durch diese, ihre Kulturpolitik und die Verfemung der Avantgarde eine solche Sichtbarkeit erlangen konnte. Kosten: kostenfrei. Öffentlicher Vortrag, keine Anmeldung erforderlich.


Sonntag, 16. Juni, 14:30 - 16 Uhr, Historisches Museum: Kreativnachmittag für Kinder und Familien „Einzigartiges Memory-Spiel“ 

Am Kreativnachmittag entdecken junge Gäste gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern spannende Kunstwerke in den Ausstellungen des Historischen Museums. Eine Kulturvermittlerin führt die Kinder und ihre Begleitung spielerisch an einige der Exponate heran. Danach wird im museumspädagogischen Raum gemeinsam gemalt, gebastelt und gezeichnet. Die kreativen Ergebnisse können die Kinder selbstverständlich mit nach Hause nehmen! Kosten: Kinder: 3 € Bastelmaterial, Eintritt frei; Erwachsene: nur Museumseintritt. Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich.


Mittwoch, 19. Juni, 16 – 17 Uhr, Historisches Museum:  Aperitif-Führung „Bilderspaziergang“ 

Der Tag ist fast vorbei, aber Sie haben noch Lust, etwas zu erleben? Dann kommen Sie ins Historische Museum und lassen Sie sich durch die Ausstellung "Bilderspaziergang. Gemälde erzählen Geschichten“ führen! Sie zeigt Werke aus den städtischen Sammlungen. Heraus-ragende Gemälde vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zeugen von der kundigen Sammel-leidenschaft Bamberger Bürger, vor allem im 19. Jahrhundert. Deren Stiftungen bilden noch heute einen wichtigen Bestandteil der Sammlung. Vor der Führung durch die Ausstellung wird ein Glas Aperitif gereicht. Kosten: 4 € zzgl. Museumseintritt (inkl. ein Glas Aperitif). Öffentliche Führung, keine Anmeldung erforderlich.


Donnerstag, 27. Juni, 16- 17 Uhr, Historisches Museum:  Öffentliche Themenführung „Vorliebe und Nachahmung niederländischer Gemälde. Wie Rembrandt nach Bamberg kam“ mit Kuratorin Eleonora Cagol 

1838 schenkte Domvikar Joseph Hemmerlein der Stadt Bamberg seine großartige Sammlung von 123 Gemälden. Sie zeigt eine ausgeprägte Vorliebe für die niederländische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts. Viele deutsche Künstler reisten in die Niederlande und fertigten Kopien von niederländischen Meisterstücken an. Im Auftrag des Bamberger Mediziners Weyermann erstellte Willy Fries eine getreue Kopie in Originalgröße von Rembrandts „Anatomie des Dr. Tulp“. In der Bamberger Werkstatt der Familie Treu wurden Bilder gemalt, die sich in Themenwahl und Stil an der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts orientieren. Auch Joseph Dorn bildete sich in der Werkstatt der Treus. Dorn malte eigene Kompositionen, übernahm aber auch Bildthemen und Stil der Werke berühmter niederländischer Künstler. Kosten: 4 € zzgl. Museumseintritt. Öffentliche Führung, keine Anmeldung erforderlich.

 

Öffentliche Führungen Dom und Diözesanmuseum:

„Dom. Schatz. Kreuzgang“ Dom, Domschatz und Kreuzgang bieten sowohl herausragende kulturhistorische als auch bewegende religiöse Erlebnisse. Wann:  Mo - Sa 10:30 und 14 Uhr, So 14 Uhr Dauer: 90 Minuten Kosten: regulär 12 € | ermäßigt 9 € | mit BambergCard, Dombergticket 5 € | Kinder bis 18 Jahre frei Tickets: Mo, Di und Do-So: Kasse Diözesanmuseum | Mi: direkt beim Guide Treffpunkt: Mo, Di und Do-So: Foyer | Mi: vor der Adamspforte (linkes Domportal)


„Dom Premium“ Neben der beindruckenden Baugeschichte, Architektur und Malerei werden Glanzlichter der deutschen Skulpturenwelt gezeigt. Besuch einer Krypta und des Ostchores sind möglich. Wann:  Sa 15 Uhr Dauer: 90 Minuten Kosten: regulär 12 € | ermäßigt 9 € | mit BambergCard, Dombergticket 5 € | Kinder bis 18 Jahre frei Tickets: Kasse Diözesanmuseum Treffpunkt: Foyer des Diözesanmuseums


„1000 Jahre Kaiser Heinrich II.. Auf den Spuren des Bistumsgründers“ Der Bamberger Domberg bietet die perfekte Kulisse, um im Gedenkjahr des Bistumsgründers auf den Pfaden Kaiser Heinrich II. zu wandeln. Wann:  freitags um 15:30 Uhr Dauer: 90 Minuten Kosten: regulär 12 € | ermäßigt 9 € | mit BambergCard, Dombergticket 5 € | Kinder bis 18 Jahre frei Tickets: Kasse Diözesanmuseum Treffpunkt: Foyer des Diözesanmuseums

 

VHS-Vorträge in der Kirche St. Elisabeth am Fuße des Dombergs

Dienstag, 4. Juni, 19 – 20:30 Uhr, St. Elisabeth: „Elisabeth von Thüringen: Leben, Umfeld und Bedeutung der Heiligen“ Prof. Dr. Wolf Strecker  Leben, Wirken und Glauben der Hl. Elisabeth (1207-1231) spiegeln sich in den farbigen Glasfenstern von Markus Lüpertz eindrücklich wider. Wer war aber diese Landgräfin Elisabeth von Thüringen? Wie kam es dazu, dass sie sich vom höfischen Prunk am Thüringer Hof verabschiedete und ihr Leben ganz den Armen und Hungernden, den Kranken und Ausgestoßenen opferte? Wie ist ihr Leben im historischen Kontext zu sehen? Einer unruhigen Zeit, geprägt von Kreuzzügen, Spannungen zwischen Papst und Kaiser, von großen Namen wie Friedrich II. und Franz von Assisi, in Bamberg auch von Fürstbischof Ekbert von Andechs-Meranien. Was können die sieben Werke der Barmherzigkeit, durch Markus Lüpertz so farbenprächtig interpretiert, uns heute vermitteln? Auf diese Fragen sollen Antworten gesucht werden - vor Ort in der kleinen Kirche St. Elisabeth.

Dienstag, 11. Juni, 19 – 20:30 Uhr, St. Elisabeth: „“Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm“ (1 Joh, 1.5) Domkapitular Dr. Norbert Jung  In seiner ersten Enzyklika Lumen fidei (Licht des Glaubens) schreibt Papst Franziskus: „In die großen Kathedralen dringt das Licht vom Himmel her durch die Glasfenster ein, in denen die heilige Geschichte dargestellt ist.“ Er verwendet diese Formulierung dem Zusammenhang nach als Bild für die Offenbarung Gottes in der Geschichte. Gott bzw. das Göttliche wurde schon immer mit dem Licht in Verbindung gebracht, das fängt bei den Sonnengottheiten der Vorzeit an und endet zumindest für Christinnen und Christen mit der Selbstbezeichnung Christi als das „Licht der Welt“ im Evangelium nach Johannes. Nicht von ungefähr beginnt ja eines der wichtigsten Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils mit den Worten Lumen gentium (Licht der Völker) – damit ist ebenfalls Jesus Christus gemeint. Der Vortrag geht vor allem anhand des biblischen Befunds der Bedeutung des Lichtes in der Theologie und Symbolik des Christentums nach.

 

 

 

 

Samstag, 9. März, 12 – 13 Uhr, Staatsbibliothek: öffentliche Führung „Blick hinter die Kulissen“  

Erkunden Sie auf einem einstündigen geführten Rundgang die Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz! Erfahren Sie auf dem Weg durch die ehemals fürstbischöflichen Räumlichkeiten mehr über die hier untergebrachte Bibliothek, die von ihr gehüteten Schätze, ihre tausendjährige Tradition und ihre heutigen Aufgaben. Die Rundgänge sind kostenfrei. Einzelpersonen benötigen keine Anmeldung. Bitte beachten Sie: Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl gibt die Bibliothek kostenfreie Eintrittskarten aus. Sie erhalten die Karten jeweils am Veranstaltungstag selbst ab 9 Uhr bei der Lesesaalaufsicht. Reservierungen sind nicht möglich.