Zeichnungen von E.T.A. Hoffmann

Die Staatsbibliothek Bamberg besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen von Autografen und Zeichnungen des romantischen Schriftstellers und Komponisten E.T.A. Hoffmann (1776–1822), der von 1808 bis 1813 in der oberfränkischen Bischofsstadt lebte.

Der Grundstock des Bestands verdankt sich Stiftungen privater Sammler sowie der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, die 1938 in Bamberg gegründet wurde. Die Sammlung von Primärquellen und Forschungsliteratur in der Bamberger Staatsbibliothek wird kontinuierlich ausgebaut.

 

76 Autografen, Zeichnungen und Musikalien E.T.A. Hoffmanns aus der Staatsbibliothek Bamberg wurden im Jahr 2016 digitalisiert und in Kalliope, der nationalen Datenbank für Nachlässe und Autografen, erschlossen. Seit Mai 2017 sind die Werke im Rahmen der Bamberger Schätze sowie im  E.T.A. Hoffmann-Portal der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz frei zugänglich.

 

Zu den handschriftlichen Werken und Dokumenten Hoffmanns, die durch die Staatsbibliothek Bamberg im Internet bereitgestellt wurden, gehören 39 Briefe von und vier Briefe an E.T.A. Hoffmann, 16 Originalzeichnungen (davon drei auf Briefen), fünf Werkmanuskripte bzw. Teile davon, drei Todesanzeigen für den Kater Murr, eine autografe Partitur sowie zwei Abschriften von musikalischen Werken Hoffmanns. Daneben präsentiert die Bibliothek einige Lebenszeugnisse: einen Verlagsvertrag mit dem Bamberger Verleger und Buchhändler Carl Friedrich Kunz (1785–1849), ein Tagebuchfragment und ein Stellengesuch, drei Widmungen in Büchern und einen Namenszug im Klavierauszug von Mozarts Oper „Don Giovanni“ – dem einzigen erhaltenen Buch aus Hoffmanns Bibliothek. Hinzu kommen eine Quittung von Hoffmanns Frau Maria Thekla Michaelina und ein Eintrag für E.T.A. Hoffmann in der Sterbematrikel der evangelischen Jerusalemgemeinde in Berlin.