Wer ist der Mann auf dem Tuch?

4,4 Meter lang und 1,13 Meter breit ist das Stück Leinen, das als Turiner Grabtuch und Leichentuch Christi von vielen Gläubigen verehrt wird. Es weist Blutspuren auf und zeigt Vorder- und Rückansicht eines männlichen Körpers.

Die deutschen Malteser haben das Rätsel um das Tuch zum Anlass genommen und eine Ausstellung konzipiert, die es Besuchern ermöglicht, sich über das Aussehen des Tuchs, seine Herkunft und Geschichte sowie über die Bedeutung der Spuren auf dem Stoff ein eigenes Urteil zu bilden.  Ab dem 9. September wird die Ausstellung „Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“ nun im Bamberger Diözesanmuseum zu sehen sein.

 Die Ausstellung „Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“ ist vom 9. September bis 22. Oktober im Diözesanmuseum Bamberg jeweils von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr zu sehen. Infos finden Sie im Internet unter

www.malteser-turinergrabtuch.de

Wissenschaftliche und theologische Sichtweisen zum Turiner Grabtuch im Diözesanmuseum


Bamberg. „Wer ist der Mann auf dem Tuch?“ Mit dieser Frage befasst sich die aktuelle Ausstellung zum Turiner Grabtuch im Bamberger Diözesanmuseum. Sie sei, laut Untertitel „eine Spurensuche – nicht mehr und nicht weniger“, betonte die Kuratorin der Ausstellung, Bettina von Trott zu Solz bei der Ausstellungseröffnung am Freitagabend (8. September).

Vielmehr sollen die Besucher eigene Schlüsse ziehen. Der Titel der Ausstellung verweise auf Jesu Worte „Für wen halten mich die Leute?“, erklärte Norbert Jung, Summus Custos des Doms und Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur im Bamberger Ordinariat. „Niemand ist verpflichtet, an die Echtheit des Tuches zu glauben“, betonte der Bamberger Alterzbischof Karl Braun. Das Tuch werde „nicht um seiner selbst willen verehrt, sondern verweist eindringlich auf den, den es darstellt“, sagte er bei der Eröffnung.

Kernstück der Ausstellung sind eine originalgetreue Nachbildung des Tuchs sowie eine dreidimensionale Rekonstruktion des Corpus des ‚Mannes auf dem Tuch‘. Weitere Ausstellungsstücke wie eine Dornenhaube und Nägel, die zur damaligen Zeit bei einer Kreuzigung verwendet wurden, sowie Münzen aus der Zeit des Pontius Pilatus, die denen auf den Augen des Verstorbenen entsprechen, bieten Anregung zur Diskussion. Informationen zum wissenschaftlichen Forschungsstand ergänzen die Ausstellung. Die Wanderausstellung wurde von den Maltesern entwickelt und wird nun anlässlich des 60jährigen Bestehens der Bamberger Malteser-Niederlassung in Bamberg gezeigt.

Schulklassen und Jugendgruppen können nach vorheriger Anmeldung bei der Bamberger Domtouristik die Ausstellung kostenfrei besuchen.
Weitere Informationen sind erhältlich beim Diözesanmuseum Bamberg, Domplatz 5, 96049 Bamberg, Telefonnummer: 0951/ 502-25 02 oder 0951/ 502-25 15, E-Mail: dioezesanmuseum(at)erzbistum-bamberg(dot)de sowie unter www.malteser-turinergrabtuch.de

Für Gruppenanmeldungen: Bamberger Domtouristik, Domplatz 2, 96049 Bamberg, Telefonnummer: 0951/ 502-25 12, E-Mail: domtouristik-info@erzbistum-bamberg.de