Vitrine für die älteste lateinische Inschrift Bambergs

Für die zum 1000. Jubiläum des Besuchs von Papst Benedikt VIII. 1020 in Bamberg aus München zurückkehrende Weiheinschrift der Thomaskapelle hat der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom 1000 Euro für eine Vitrine gespendet.

 

Im Diözesanmuseum überreichten Bürgermeister Christian Lange in seiner Eigenschaft als Erster Vorsitzender des Freundeskreises und die Domberg-Koordinatorin Christiane Wendenburg den Spendenscheck an Domkapitular Norbert Jung und Museumsleiter Holger Kempkens.

Die Weiheinschrift wurde 1936 im zu späterer Zeit verschütteten Untergeschoss der Thomaskapelle der Alten Hofhaltung entdeckt: Es handelt sich um eine Wandmalerei auf Putz mit weißen Buchstaben auf Purpurgrund, die die Weihe der Kapelle durch Papst Benedikt VIII. (1012–1024) am 13. April 1020 dokumentiert. Sie gilt damit als die älteste lateinische Inschrift in Bamberg. Da ihre Erhaltung an Ort und Stelle gefährdet war, wurde das Putzfeld mit der Inschrift in den 1990er Jahren abgenommen und am alten Platz durch eine Replik ersetzt. Das Original wurde in den Restaurierungswerkstätten der Bayerischen Schlösserverwaltung in München konserviert und eingelagert.

Nun soll die Inschrift nach Bamberg zurückkehren und im Diözesanmuseum ausgestellt werden. Dazu muss aber zunächst noch eine spezielle Vitrine mit passiver Klimatisierung hergestellt werden, deren Anschaffung durch die Spende des Freundeskreises der Museen um den Bamberger Dom unterstützt werden soll.

„Ich freue mich sehr, als Vorsitzender des Freundeskreises der Museen um den Bamberger Dom dem Diözesanmuseum diese Spende überreichen zu können", so Bürgermeister Lange bei der Scheckübergabe. „Damit tragen alle Mitglieder des Vereins gemeinsam dazu bei, nicht nur die Kooperation der Museen am Domberg zu stärken und die Vernetzung insbesondere mit Schulen und Bildungseinrichtungen zu intensivieren, sondern auch an der Optimierung der Ausstattung in den einzelnen Häusern mitzuwirken."

 

Domkapitular Jung, Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur im erzbischöflichen Ordinariat, und Museumsleiter Kempkens nahmen erfreut und dankbar die Spende entgegen und erklärten, dass die Weiheinschrift der Thomaskapelle in ihrer neuen Vitrine im Steinsaal des Museums ausgestellt werden soll – ganz in der Nähe des Sternenmantels, den Kaiser Heinrich II. von Ismahel von Bari im Zusammenhang mit dem Papstbesuch von 1020 zum Geschenk erhielt.