Marianische Herren- und Bürgersodalität Bamberg. Ein ungeahnter Schatz!

Die Ausstellung bietet Einblicke in die Geschichte dieser katholischen Laienbewegung und in die von ihr bewahrten und hier erstmals in ihrem breiten Umfang präsentierten Kunstgegenstände und Schatzstücke!

Im Jahre 1618 erfolgte aus Rom die offizielle Bestätigung der Gründung der Marianischen Herren- und Bürgersodalität in Bamberg, deren Anfänge auf eine Initiative des Bamberger Fürstbischofs Johann Gottfried I. von Aschhausen (amt. 1609–1622) im Jahre 1615 zurückgehen.

Sie entstand im Zuge einer weit verbreiteten, von den Jesuiten getragenen Erneuerungsbewegung, die auf eine alle Stände und Berufe umfassende Marienverehrung abzielte und in Marianischen Kongregationen zusammengeführt wurde.

Der Marianischen Sodalität gelang es, über die Unbill der Zeiten hinweg zahlreiche liturgische Geräte und wertvolle Kunstwerke zu retten und zu bewahren. Im Zentrum des in der Ausstellung im Diözesanmuseum präsentierten Kirchenschatzes der Sodalität steht die große Silbermadonna im Strahlenkranz, die 1696 von dem Augsburger Goldschmied Caspar Riss von Rissenfeld angefertigt wurde und die bis heute am 15. August zu ‚Mariä Himmelfahrt‘, dem Hochfest der Sodalität, bei der kleinen Marienprozession als Prozessionsfigur mitgetragen wird. Hinzu kommen weitere kostbare Goldschmiedearbeiten des 18. und 19. Jahrhunderts meist Augsburger und Bamberger Provenienz, von denen viele zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Säkularisationsgut erworben werden konnten. Das gilt auch für zwei wertvolle spätgotische Wirkteppiche mit Passionsszenen, die wohl ehemals aus dem Bamberger Dominikanerinnenkloster Heilig-Grab stammten.